Mädchen A holen den blauen Wimpel

26.10.2016 | Melanie Otzen | Kategorie(n): Allgemein, Hockey

Wir gratulieren ganz herzlich den Mädchen A zum Sieg der “ Deutschen Meisterschaft“ und unserer WJB zum 4. Platz.

foto-dm

So irre voll, wie am 23. Oktober 2016 um kurz nach 20:00 Uhr, war das Clubhaus an der Otto-Ernst-Straße an einem normalen Sonntag schon lange nicht mehr. Gut 200 Flottbeker warteten gespannt auf eine Mannschaft, die gerade tief im Westen, in Krefeld, den ersten Hockey-Titel für den GTHGC seit 2008 gewonnen hat. Soph Fischer, GTHGC-Urgestein und Aufstiegsheldin der 1. Damen, hatte ‚wie wild so doll‘ getrommelt, damit die A-Mädchen den gleichen großartigen wie unvergesslichen Empfang bekommen würden, den Soph selber als Deutsche Meisterin mit ihrem Team vor acht Jahren genießen durfte. Damals hatte sich Franzi Sump, eine weitere Ur-Flottbekerin, um den standesgemäßen Empfang im heimischen Clubhaus gekümmert.

Als jetzt also endlich die siegreichen A-Mädchen von Trainer Marci Thiele durch das Spalier ins Clubhaus tanzten, waren nicht nur Soph und Franzi besonders emotional. Zwischen Tresen und Kamin standen im dichten Gedränge nicht wenige Eltern und auch Großeltern, deren Augen etwas feuchter als gewöhnlich  glänzten. An diesem Sonntag haben die A-Mädchen mit ihren elf bis 14 Jahren etwas Großartiges geleistet, an das sie sich noch oft in ihrem (Hockey-)Leben erinnern werden. Und so, wie es im GTHGC offensichtlich bereits Tradition ist, kann es gut sein, dass in wenigen Jahrzehnten die Kinder der A-Mädchen ihrerseits ihre erste Meisterschaft an der Otto-Ernst-Straße feiern. Denn mindestens Anna-Leas Mutter und Franziskas Oma sind als Jugendliche bereits Deutsche Meisterinnen mit Flottbek geworden.

Nachdem dann Semmel, Kapitänin der 1. Damen eine persönliche Ehrung aller erfolgreichen Mädchen vorgenommen hatte, forderten die 200 Fans noch lautstark die Trainer. Von Marci und auch von Benny, dessen Weibliche Jugend B am selben Tag in Bremen immerhin viertbeste Mannschaft Deutschlands wurde, bekamen sie dann ein paar wohldosierte Worte. Die beiden Coaches wiesen auf die riesige Jugendabteilung Flottbeks hin, die in Deutschland ihresgleichen suche und auf die wir wirklich stolz sein können. Aber sie ließen auch nicht unerwähnt, dass wir trotz der Größe unserer Jugendabteilung inzwischen eine der ganz wenigen Vereine in Deutschland sind, die mit nur einem Kunstrasenplatz (der zudem nur eingeschränkt nutzbar ist) auskommen müssen. Vor diesem Hintergrund müsse man den Erfolg der beiden Mannschaften noch höher einordnen. Und mit der Männlichen Jugend A ist eine weitere Jugendmannschaft erst in der Deutschen Zwischenrunde denkbar knapp vor der Endrunde gestoppt worden.

 

Wenn wir auch in zehn Jahren solche Erfolge feiern wollen, dann müssen wir jetzt beginnen, die Strukturen im GTHGC deutlich zu verbessern, so das Fazit von Marci und Benny. Dass eine enorme Bereitschaft dafür auf allen Ebenen vorhanden ist, daran ließen die Flottbeker an diesem Abend, an dem die Mädchen noch lange gefeiert wurden, keinen Zweifel.